„Männer weinen heimlich“, singt Grönemeyer.
Eine Depression kann sie trotzdem treffen.

Gefühlsduselei passt nicht zum starken Geschlecht! - 5 - 6 Männer denken immer noch so altmodisch und erklären Depressionen beim Mann zum Tabu. Dabei sind vier Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Und seien Sie versichert: Darunter befinden sich auch Männer.

Um ihre Gefühle zu verbergen, werden Männer kreativ. Sie verstecken Traurigkeit und Antriebslosigkeit hinter einer kühlen Fassade oder spielen sie herunter. Alles sei „halb so wild“ und „wird schon wieder“. Unbehandelt kann eine Depression aber viele Jahre andauern und den Körper in Mitleidenschaft ziehen. Und welcher Mann will schon als emotionales UND körperliches Wrack dastehen?

Dabei ist eine Behandlung mit Psychotherapie und Medikamenten nachweislich effektiv. Jeder dritte Patient ist danach sogar dauerhaft beschwerdefrei. Ein Irrglaube ist auch, dass die Ursache immer ein schlimmer Schicksalsschlag sein muss. Jede Veränderung und jede Form von Stress kann ganz unerwartet eine Depression auslösen. Also bei Anzeichen einer Depression: Lieber gleich zum Dok!

Die Fakten:

  1. In Deutschland leiden schätzungsweise 5-6 Millionen Menschen unter einer Depression.

  2. Die Selbstmordrate der Männer übersteigt die der Frauen um das dreifache, die Rate der diagnostizierten Depressionen liegt aber nur halb so hoch.

  3. Laut Weltgesundheitsorganisation werden psychische Störungen bis 2020 die wichtigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit.

  4. Bewegung hat eine Art Antidepressiva-Effekt. Regelmäßiger Sport kann ähnlich wirken, wie ein Antidepressivum.

  5. Eine depressive Phase kann mehrere Monate bis zu mehreren Jahren anhalten. Bei Behandlung verkürzen sich Dauer und Intensität.

  6. Bei nur etwa der Hälfte aller depressiven Menschen wird die Krankheit vom Hausarzt richtig erkannt.

Was Sie tun können:

Eine Depression kann, wie jede andere Erkrankung auch, behandelt werden. Gehen Sie deshalb bei Verdacht gleich zum Arzt. Womöglich steckt ja auch eine ganz andere Krankheit hinter Ihren Symptomen, die es zu behandeln gilt.

Weiterführende Links:

Psychotherapiesuche
Deutsche Depressionshilfe
Zahlen und Fakten Depression
Bündnis Depression

 

Nützliche Kontakte:

Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
Klosterstraße 64, 10179 Berlin, info(at)bptk.de Tel. 030 2787850, www.bptk.de/service/psychotherapeutensuche mit bundesweitem elektronischen Psychotherapeutensuchdienst für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche, auch mit Suchfunktion für die gewünschte Behandlungssprache

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin Tel.: 030 40050, Fax: 030 40051590, www.kbv.de/arztsuche Auskünfte zu niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten über die kassenärztlichen Vereinigungen der einzelnen Bundesländer

Fakten

Männer trinken doppelt so viel Limonade wie Frauen und sechsmal mehr Bier

Quelle: Zwölfter Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Männer essen doppelt so viel Fleisch wie Frauen

Sie konsumieren im Schnitt pro Woche 1,1 kg Fleisch, Fleischerzeeugnisse und Wurstwaren

Hoher Spirituosenkonsum von jungen Männern zwischen 19 und 24 Jahren

Sie trinken viermal so viel Schnäpse, Liköre, Cocktails oder Alkopops wie ältere Männer

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